Qualität & Hygiene

Auf die Hände kommt es an…

Risikomanagement, Finanzierung, Qualität, Fehlerkultur, Datenschutz

Qualität vermitteln: VENKÜK – Vormachen – Erklären – Nachmachen – Korrigieren – Üben – Kontrollieren – wem ist das zu aufwändig?

Laut EU-Studie sterben jedes Jahr rund 33.000 Menschen alleine in der EU/EAA-Region aufgrund von Infektionen mit MRSA-Keimen in klinischen Einrichtungen. Der laxe Umgang mit Hygienevorgaben schürt das Problem ordentlich. Oft sind diese Vorgaben auch gar nicht in praktizierbarer Form vorhanden. Aber warum?

Ich habe schon sämtliche Qualitäts-Management-Systeme in Kliniken betreut, mit EN 15224 übrigens das erste Haus, das damit überhaupt zertifiziert worden ist. Ebenso EFQM, KTQ, DIN/ISO,  Joint Commission und vor allem EMAS, das Europäische Management Audit System. Es betrachtet Ökonomie und Ökologie in optimalem Zusammenspiel. Zudem achtet EMAS auf den Aspekt der Rechtssicherheit. Ein Punkt, dem keines der anderen vorgenannten Systeme gerecht wird.

Aber was hilft das beste Qualitäts-Management-System, wenn es nicht umgesetzt wird…

 

Sind mangelnde Qualität und Hygiene reiner Faulheit geschuldet?

Wohl kaum. Eher mangelndem Bewußtsein, und hier hilft: Einüben.

Qualifikation und Weiterbildung an neuralgischen Punkten wie z.B. bei der Sterilisation sind unverzichtbar. Flächendeckende Händedesinfektion für Besucher sollte nicht nur vorhanden, sondern auch aktiv kommuniziert werden, z.B. über kleine Infotafeln oder sogar Info-Screens.

QM ist wie Digitalisierung: Mitarbeiter müssen das „Warum“, „Wieso“, „Weshalb“ und den persönlichen Nutzen erkennen. Das sind die Aufgaben, die aktuell im Fokus stehen, denn der Sinn von Qualität & Hygiene ist zu vermitteln. Maßnahmen, die Mitarbeiter als „sinnlos“ empfinden, erzeugen nur Umgehungstatbestände. Qualitäts-Management muß gelebt werden, jeden Tag. Es reicht kein Auswendig lernen einen Tag vor dem Audit…

Und spätestens hier ist der Seitenblick auf die Verquickung mit anderen Bereiche erforderlich: Wie unterstützt die IT die Wissensvermittlung? Passen die Arbeitszeitenregelungen für die Mitarbeiter, damit sie ausreichend Zeit zum Einarbeiten in die Vorgaben zu Qualität und Hygiene haben? Sind die QM-Konzepte auch aus Sicht des Arbeitsschutzes abgestimmt?

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