Transparenz & Fehlerkultur

Fehlt eine moderne Basis im Gesundheitswesen?

Transparenz & Fehlerkultur

Fehlt eine moderne Basis im Gesundheitswesen?

Risikomanagement, Finanzierung, Qualität, Fehlerkultur, Datenschutz

Mangelnde Fehlerkultur bedeutet die falsche Suche nach dem richtigen Schuldigen

In der Regel ist nicht der Mensch, der den Fehler gemacht hat, das Übel. Es ist vielmehr der mangelhafte Prozessablauf dahinter, der den Fehler begründet hat. Damit sollte sich auch die Frage ändern von „WER war schuld“ zu „WAS war schuld“ – eine neue Fehlerkultur muss Einzug finden.

Aber der offene Umgang mit Fehlern steht im Konflikt mit möglichen Versicherungsfällen und den Auflagen der Versicherungsgesellschaften. Die Implementierung eines „CRIS“ (Critical Incident Report System) hat daher bisher immer viel bewirkt. Dabei geht es um die so genannten „Beinahe-Ereignisse“, also Dinge, die auf dem falschen Weg waren, aber noch rechtzeitig erkannt wurden. 

Prinzipiell eine hervorragende Sache in Sachen Fehlerkultur – wäre da nicht das Problem mit den Hierarchien. Wenn der OP Pfleger dem Chefarzt einen Fehler aufzeigen will, den dieser soeben gemacht hat, braucht es eine Top-Down implementierte und von allen Hierarchie-Stufen offen gelebte Fehlerkultur, um hier nicht den persönlichen Befindlichkeiten eines Vorgesetzten den Vorzug zu geben vor den möglicherweise tödlichen Konsequenzen für den betroffenen Patienten. 

Wie sehen moderne Wege für mehr Transparenz und bessere Fehlerkultur aus?

Falschen Eitelkeiten und mangelnden Führungsqualitäten kann mit entsprechenden Kommunikations- und Führungskräftetrainings begegnet werden. Was in der Industrie seit langem Standard ist, sollte auch im Gesundheitswesen endlich Einzug finden – nicht nur im Hinblick auf Arbeitgeber-Attraktivität…

Mit der Änderung bzw. Neufassung der DIN/ISO 15224 wurde schon Vieles auf einen guten Weg gebracht. Die Management Audits haben deutlich an Gewicht und Umfang gewonnen. QM wird damit zur Chefsache und verbleibt nicht mehr im stillen Kämmerlein des QM-Beauftragten.

Besser ist auf jeden Fall EN und EMAS in Kombination – damit schafft das Klinikum einen sehr guten Rahmen und viele Fehler werden von vornherein vermieden. 

 

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